LISA
Lisa ist eine Futtermittelerbse, die für einen dichten grünen Bodenbewuchs sorgt. Sie eignet sich nicht zum Dreschen, jedoch zur Futtermittelproduktion und Gründüngung. 
Die folgenden Fotos zeigen Kulturen des finnischen Bauern Marko Väljä.
 
 
Sommer 2006. Mischung aus 100 kg/ha Lisa und 60 kg/ha Gerste.
Aussaat: 15.6.2006, Foto vom 4.8.2006
ANMERKUNG: Kein Dünger (auch kein Kompost oder dergleichen).
 
 
Bodenbewuchs der Futtermittelerbse Lisa 2004; 25 Tonnen trockener Rindermist wurden dem Bodenbewuchs vor der Aussaat hinzugefügt. Lisa eignet sich auch für Weideland:
 
 
Auf den Fotos oben ist zu sehen, dass Lisa auf Weideland als Mischung gepflanzt wurde. Auf dem unteren Foto ist Lisa Teil einer Mischung aus kleinen Anteilen von Wicken, Hafer, Weidelgras und persischem Klee.
 
HARNAS 
Harnas ist eine druschfähige (gelbe) Futtermittelerbse. Geschmacklich eignet sich Harnas auch für die Küche, wird jedoch aufgrund ihrer Farbe von der Lebensmittelindustrie abgelehnt. Harnas wird schon seit vielen Jahren als Proteinergänzung in Getreidemischungen angebaut. 
 
Anbauerfahrungen und Anmerkungen: 
Anmerkungen von Importeuren aus drei Wachstumsperioden: 
- Wachstumsdauer ca. 100-101 Tage, gut geeignet für den Mischanbau, zum Beispiel mit Weizen. 
- Weizen unterstützt durch seinen starken Halm die aufrechte Vegetation. 
- Es liegen noch keine offiziellen Sortenprüfungen vor, doch Harnas ist sehr ertragreich und der mögliche Ernteertrag ist hoch (ca. 4.000 kg). 
- Harnas kann gut zusammen mit Getreide zum Zeitpunkt der Milchreife geerntet und für Silage oder zum Schroten verwendet werden. 
- Sie erhöht den Eiweißgehalt der Futtermittel.
- Normale Anbauweise mit einem Saatabstand von 4-6 cm und einem Reihenabstand von 12,5 cm. 
- Da der Anbau von Erbsen nicht sehr verbreitet ist, ist derzeit das Risiko von Erkrankungen niedrig und in Anbaumischungen sogar noch geringer. 
 
Zum Anbau von Erbsen im Allgemeinen: 
- Für den alleinigen Anbau von Erbsen wird eine Aussaatmenge von 300-320 kg/ha benötigt. 
- In Anbaumischungen in der Regel etwa 120 kg Erbsen + 120 kg Weizen/Hafer. 
- 50% in den Samen der Anbaumischungen erzielen bei der Ernte 20-25% Erbsen. 
- Erbsen versorgen sich selbst mit Stickstoff (pH-Wert vorzugsweise ca. sechs oder höher) und sind eine gute Vorkultur.
Die Fotos unten aus dem Jahr 2014 zeigen die Futtermittelerbse Rokka.
 
 
 
 
Das folgende Foto zeigt ein bis zwei Wochen nach dem Dreschen das Einfahren von Futter aus Stroh und Unterwuchs (verschiedene Grassorten), der unter einem Bewuchs mit Harnas-Futtererbsen eingesät wurde. Diese haben einen guten Futterwert und sind für Rinder sehr schmackhaft.
 
 
Sichern Sie sich ein kostengünstiges, eiweißhaltiges Futter aus Ihrem eigenen Betrieb und nehmen Sie Leguminosen (Erbsen) in Ihre Fruchtfolge auf. Anbaumischungen bieten Anbausicherheit und erhöhen den gesamten Ernteertrag.
Weitere Informationen zum Anbau von Eiweißpflanzen sind in dem neu erschienenen Handbuch „Luomutilan valkuaiskasviopas" (Handbuch für Eiweißpflanzen im ökologischen Landbau) verfügbar. Das Handbuch ist kostenlos als Beilage zu Luomulehti 3/07 erhältlich. Es kann auch über „Luomuliitto“ (finnischer Öko-Verband) bestellt oder von deren Website ausgedruckt werden www.luomuliitto.fi/in-english/.